Die iranischen Regimegegner dokumentieren ihren Protest und die Polizeigewalt in Videos und auf Fotos. Das Regime reagiert mit Blockaden des Internets und der Mobiltelefonie.
Silke Mertins, Teheran
Mit erhobenen Schlagstöcken stürzen sich zwei Bereitschaftspolizisten auf einen Passanten. Er ist nur ein Zuschauer der Proteste in der iranischen Hauptstadt Teheran. Doch der Mann in dem ordentlich gebügelten Hemd und der grauen Anzughose ist bewaffnet: mit einem Handy. Er hält es auf Augenhöhe, um Festnahmen und die Gewalt gegen Demonstranten zu filmen, als die Uniformierten ihn entdecken. Sie rasen mit ihrem Motorrad auf ihn zu und schlagen ihm das Mobiltelefon aus der Hand. Es zerschellt auf dem Asphalt. Sein Besitzer zuckt zurück, rennt in einen Eingang, um Schutz zu suchen. Read the full article